Butter London The Full Monty

Es ist Montag und statt Blau mache ich heute mal Gold, weil die Sonne es so schön zum funkeln bringt. Heute schreibe ich über etwas, was schon sehr lange bei mir auf dem Schreibtisch liegt. Ich hatte im laufe dieses Jahres mehrere Butter London Nagellacke angesammelt, u.a. bei Ebay, TkMaxx oder Kleiderkreisel zu einem günstigeren Preis. Es gibt Produkte, wo ich einen höheren Preis durchauch nachvollziehen kann, solange das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die Nagellacke von Butter London kosten z.B. bei Douglas 17,95 €. Um so neugieriger war ich herauszufinden, was in ihnen steckt. Die Firma wirbt unter anderem bei Produktbeschreibungen bei Amazon (Link zur Produktseite) mit solchen Aussagen:

  • Mit der exklusiven “3 Free” Formulierung ohne schädliche Inhaltsstoffe wie Formaldehyd, Menthylbenzol und den Weichmacher DBP
  • Sämtliche Produkte von butter LONDON sind vegan und werden ohne den Einsatz von Tierversuchen hergestellt”. (Quelle siehe obiger Link zur Produktseite).

Bereits im Frühjahr hatte ich eine Email-Anfrage an den Hersteller versendet um an Pressematerial oder mehr Informationen zu der Marke zu kommen. Leider ohne jegliche Antwort. Wochen später kam ich durch Recherche auf einen Artikel aus der Zeitschrift ÖKO-Test (Ausgabe März 2014). Die Kurzversion bzw. Onlineversion des Artikels findet ihr *hier*. Online werden jedoch nicht die Details der Untersuchungsergebnisse publiziert. Also bestellte ich mir über Ebay die Printausgabe des Magazins.

Im Grunde wurde alle getesteten Nagellack auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Dabei sind Drogeriemarken, sowie Edelmarken und Naturkosmetikhersteller dabei. Dass Nagellack und Naturkosmetik ein Wiederspruch in sich sind, war mir danach auch klarer. Es gibt also keinen Nagellack komplett ohne umstrittene Hilfsmittel. Dennoch schnitten zwei Marken bei dem Test sehr schlecht ab: Chanel und Butter London. Ausgerechnet die teuersten. Bei dem getesteten Nagellack “Snog” von Butter London wurde eine erhöhte Menge Formaldehyd/-abspalter gefunden und eine erhöhte Menge Triphenylphosphat. Diese Weichmacher gelten als Kontaktallergene und sind damit nicht verkehrsfähige Stoffe!

Ich zitiere (Okö-Test ausgabe 03/2014 Seite. 121): Butter London aus den USA erklärt, sie würden nicht behaupten, ihre Lacke seien vegan. Zusammen mit dem deutschen Händler würden die daran arbeiten, diese Information auf der deutschen Internetseite zu korrigieren. Bis kurz vor Redaktionsschluss finden wir hier jedoch noch den Hinweis “natürlich und nachhaltig: Nagellacke sind vegan (…) hergestellt.”

Ab da waren die 6 Lacke, die ich von Butter London besitze, absolut unsympatisch! Wegschmeißen wollte ich sie deswegen nicht, aber ich werde mir aus oben genannten Gründen auch keine mehr zulegen.

Butter London Full Monty StickerSo und hier doch noch der Swatch von The Full Monty. Ein klassisches metallisches Gold. Gleich dazu möchte ich euch ein Dupe (Kopie) aus der Drogerie vorstellen: 01 Ivory von Max Factor. Die Mini-Lacke aus der Drogerie sind mit 4,95 € für 5 ml auch nicht wirklich günstig, aber immerhin kleiner als 17,95 € für 11 ml. Leider habe ich von Ivory keine weiteren Fotos, da ich den Nagellack verschenkt habe.

MaxFactor Ivory vs. Butter London The Full MontyAus der Erinnerung heraus, kann im im Vergleich sagen, dass der Butter London etwas gelbgoldiger ist und etwas mehr Pigmente hat, was ihn schöner glitzern lässt. Ansonsten sind beide sehr dünnflüssig, trocknen sehr schnell und halten gut.

Vielleicht hat euch mein Post trotzdem zum Nachdenken angeregt. Wer Interesse hat, kann mir gernen einen Kommentar hinterlassen, denn es gibt noch andere Interessante Ergbenisse aus dem Öko-Test Artikel.Butter London The Full Monty Back

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